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Hospizkultur und Palliativkompentenz DRK Altenpflegeheim Henry – Dunant, Ankum zertifiziert

Am 24. Februar 2010 wurde das DRK Altenpflegeheim Henry – Dunant in Hannover als „Palliativkompetentes Pflegeheim“ zertifiziert. Schon im Mai des letzten Jahres hatte die Einrichtung ihr Einzelprojekt zum Thema Abschiedskultur unter Wahrung der Würde und der Wünsche vorgestellt und verwirklicht. Eine umfassende Facharbeit vervollständigte nun die Projektarbeit. Sie befasste sich mit der Implementierung der palliativen Betreuung in der Einrichtung.Daraus ging hervor, dass die Bedürfnisse der Schwerstkranken und der Bewohner in der letzten Lebensphase sowie deren Angehörige  bei der Palliativversorgung ausnahmslos im Mittelpunkt stehen. Um diesen Anspruch in der stationären Altenpflege gerecht zu werden, bedarf es an Veränderungen in der gesamten Organisation. Zum Beispiel muss für die Linderung von belastenden Symptomen, wie Schmerz, Atemnot oder Juckreiz das Pflegepersonal gut geschult sein. Zu den palliativpflegerischen Kompetenzen gehöre u.a.
auch der Einsatz der Aromatherapie z.B. bei Unruhe oder Lagerungstechniken zur Schmerzentlastung. Außerdem ist zur Sicherstellung einer guten Palliativversorgung die Zusammenarbeit mit anderen Personengruppen wie Palliativmediziner, Therapeuten, Hospizdienste, Seelsorger und Angehörige von enormer Bedeutung. Auch die Betreuung der trauernden Angehörigen, Bewohner und Mitarbeiter gehört mit in die Palliativarbeit.
Diese Voraussetzungen sind in ihrer Einrichtung in hohem Maße vorhanden und implementiert,  so Frau von Heimburg (Vizepräsidentin des DRK Landesverbandes Niedersachsen ) während der Zertifikatsübergabe an die Projektverantwortlichen Elfriede Haarannen und Karin Huster sowie Irene Mathlage (Heimleitung) und Nicole Köhne (PDL).Fr.  v. Heimburg  betonte die  Wichtigkeit der Palliativversorgung und die ständige Verbesserung in diesem Bereich.
In der anschließenden Präsentation gingen die Projektverantwortlichen  des Hauses Henry- Dunant auf den Rückblick, die Nachhaltigkeit und die Ziele des Projektes ein. Die Ziele für das Jahr 2010 sieht das Projektteam in der Erarbeitung weiterer Leitlinien, den Aufbau eines Netzwerkes Seelsorge, die Fortbildung der Mitarbeiter sowie die Durchführung von Informationsveranstaltungen.Das Fazit des Vortrages:  Implementierung bleibt Daueraufgabe und: Nur mit Hilfe der Mitarbeiter und deren Kompetenzen ist eine würdevolle, palliative Betreuung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner möglich.

6. Oktober 2012 16:09 Uhr. Alter: 6 Jahre