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AG an der Realschule: Bramscher Schüler heiß auf Sanitäter-Job

NOZ 25.06.13: Seit fünf Jahren können Schüler der Bramscher Realschule im Rahmen einer AG zu Schulsanitätern ausgebildet werden. Die Erfolgsgeschichte funktioniert sogar so gut, dass der betreuende

An ihren Mitschülern testen die angehenden Schulsanitäter, wie man fachgerecht einen Verband wickelt.

Auch in diesem Schulhalbjahr nahmen rund 20 Schüler der Realschule erfolgreich an der Ausbildung zum Schulsanitäter teil. Fotos: Sascha Knapek

Lehrer bei der Platzvergabe manchmal auf das Los zurückgreifen muss.

Insgesamt 125 Schüler der neunten und zehnten Klassen absolvierten in den vergangenen fünf Jahren die Ausbildung zum Schulsanitäter. Ins Leben gerufen wurde die AG von Lehrer Karl-Heinz Martin, der das Projekt in Zusammenarbeit mit Thomas Winterlich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) durchführt. Die Idee der ganzen Sache sei dabei aber nicht von ihm gekommen, erzählt Martin. „Eine Schülerin hat unserer Schulleitung damals von ähnlichen Projekten an anderen Schulen erzählt, und dann wurde die Sache in AG-Form umgesetzt“, erklärt der Lehrer den Beginn des Schulsanitäterprogramms der Realschule .

Wie beliebt die vom DRK-Kreisverband Melle durchgeführte Ausbildung bei den Schülern ist, zeigt die Tatsache, dass es jedes Jahr mehr Bewerber als AG-Plätze gibt. Nicht selten muss Karl-Heinz Martin deshalb auf das Losverfahren zurückgreifen, um die begrenzten Plätze der Nachmittagsveranstaltung zu vergeben. Acht Doppelstunden mit theoretischem und praktischem Unterricht stehen dann für die Schüler mit Losglück auf dem Plan, in dem sie von der Betreuung verletzter Personen, der Versorgung von Verbrennungen, Schürfwunden und Knochenbrücken oder der richtigen Anwendung der Herz-Lungen-Wiederbelebung alles erlernen, was für einen Schulsanitäter wichtig ist. Im Rahmen einer Abschlussprüfung wird das Erlernte dann am Ende unter Testbedingungen abgerufen.

Für diese Prüfung stellen sich jedes Mal einige der bereits ausgebildeten Schulsanitäter als „Versuchskaninchen“ zur Verfügung. Man simuliert einen Schwächeanfall, eine Verbrennung oder einen offenen Bruch. Und damit die Übung auch realitätsnah wirkt, wird vorher mit etwas roter Farbe und anderen Requisiten nachgeholfen. DRK-Ausbilder Winterlich überwacht die Prüfung und gibt den Schülern anschließend Tipps, was noch verbessert werden könnte.

Nach der erfolgreich absolvierten Ausbildung zum Schulsanitäter wartet auf die Jugendlichen dann ein- bis zweimal pro Woche der Sanitätsdienst. Gruppen von zwei bis drei Schülern übernehmen abwechselnd die Aufgabe, morgens im Sekretariat ihren Sanitätskoffer abzuholen und diesen den ganzen Tag mit in den Unterricht zu nehmen. Sollte dann die Durchsage kommen, dass ein Sanitätsteam benötigt wird, können sich die Jugendlichen direkt auf den Weg machen und blitzschnell an Ort und Stelle sein. Und für den Fall, dass gerade einmal eine Klassenarbeit ansteht, haben an jedem Tag zwei Gruppen aus verschiedenen Klassen Dienst.

Text und Fotos: Sascha Knapek, NOZ

22. Juli 2013 10:57 Uhr. Alter: 5 Jahre