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Lebensbegleitung bis zum Schluss

Vortrag über Hospizarbeit im DRK-Altenheim Ankum.   - NOZ 10.4.14: „Sterbebegleitung“ – eine gute Einrichtung mit einem abschreckenden Namen. Im Haus Henri Dunant in Ankum gab Jutta Rönker vom

Foto: Nicole Weymann

Malteser-Hospizdienst Alfhausen einen Einblick in die Hospizarbeit, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen.

Rönker möchte dieses Angebot lieber als „Lebensbegleitung bis zum Schluss“ verstanden wissen, denn auch und gerade für Menschen, denen es körperlich nicht gut gehe, sei es wichtig, so viel Alltag und Lebensqualität wie möglich zu erhalten.

Für eine optimale Betreuung sei es günstig, wenn Betreuer und Patient Gelegenheit bekommen, sich genauer kennenzulernen und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, denn die Aufgaben eines Hospizbegleiters fingen dort an, wo die Pflegetätigkeit aufhöre: Begleiter verabreichten keine Medikamente, sie nähmen Anteil am Leben des anderen. Es könnten Gespräche über Gott und die Welt sein, aber auch gemeinsames Schweigen, Probleme oder Ängste, mit denen der Sterbende seine Familie oder Freunde nicht belasten möchte, oder gemeinsames Musik hören. Wichtig, so Rönker, sei, dass ein Begleiter sich selbst zurücknehmen und ganz für den anderen da sein könne. Um potenzielle zukünftige Hospizbegleiter auf ihre Aufgaben und Anforderungen vorzubereiten, bieten verschiedene gemeinnützige Organisationen Kurse in Hospizarbeit an.

Am Ende des Vortrags im DRK-Alten- und Pflegeheim beantwortete Jutta Rönker noch die Fragen ihrer Zuhörer. So sei zum Beispiel die Nachfrage auch nach männlichen Begleitern durchaus groß, und man habe tatsächlich auch einen „Quotenmann“, es fühlten sich jedoch wesentlich mehr Frauen von diesem Gebiet der ehrenamtlichen Arbeit angesprochen.

Die ehrenamtlichen Hospizhelfer sind ihren sterbenskranken Partnern eine große Stütze und deren Familien eine nicht zu unterschätzende Hilfe.

Text und Foto NOZ, Nicole Weymann

13. Mai 2014 10:30 Uhr. Alter: 4 Jahre