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Funktionierende Netzwerke zum Wohl der Bewohner

Ein Artikel aus dem Volltreffer vom 19.08.17: Das DRK Alten- und Pflegeheim “Henry Dunant” in Ankum arbeitet bedürfnisorientiert.

Ankum (wa/s.) – Das DRK Alten- und Pflegeheim “Henry Dunant” in Ankum hat viel zu bieten, was dafür spricht, sich dort  niederzulassen. Da ist das qualifizierte und freundliche Personal, das sich rührend um die Bewohner kümmert und ihnen Geborgenheit gibt. Und selbstverständlich spricht auch die gute Lage für die Einrichtung, die angenehm ruhig und doch zentral am Rosenweg 10 in Ankum liegt, unweit des Ortskerns. Das Wichtigste neben allen pflegerischen Angeboten ist jedoch die gute Vernetzung mit anderen Institutionen und Organisationen, die das Alten- und Pflegeheim im Laufe der Zeit geschaffen hat und die zum Vorteil der Bewohner gereicht.

An erster Stelle zu nennen ist hier der Seelsorgezirkel, der seit 2010 besteht. Sein Konzept basiert auf einer engen Verzahnung mit den Seelsorgern vor Ort und mit den umliegenden Kirchengemeinden in Ankum, Eggermühlen, Kettenkamp und Nortrup. Zu den Angeboten gehören katholische und evangelische Gottesdienste mit Kommunionfeier und Abendmahl sowie der Krankensalbung, die zweimal im Jahr empfangen werden kann. Aber auch regelmäßige Rosenkranzgebete und Maiandachten werden veranstaltet.

Immer wieder kommen Abordnungen der Kirchengemeinden in das Heim, wodurch ein reger Austausch entsteht. Besuche von Firmgruppen oder Konfirmanden, der KFD oder von Gesangvereinen sorgen für Abwechslung vom Alltag.

Ökumenische Piccolo-Gottes-dienste wurden eigens für Menschen mit Demenz entwickelt. Daran beteiligt waren das Seelsorgeteam des Alten- und Pflegeheims sowie evangelische und katholische Seelsorger. Seit 2011 wird diese besondere Feier den Bewohnern und ihren Angehörigen sowie allen Interessierten aus der Gemeinde angeboten.

Im November 2013 wurde das Gottesdienstmodell mit dem Bonifatiuspreis des Bonifatiuswerkes ausgezeichnet. Es erlaubt ein aktives Mitfeiern durch Singen, Fühlen, Riechen und Schmecken und orientiert sich an den Bedürfnissen der Betroffenen. Sechs Ehrenamtliche wirken daran mit und fungieren als “Türöffner” zur Teilhabe am Leben. Die anschließende Kaffeetafel bietet Geselligkeit und hat familiären Charakter. Man darf dabei von alten Erinnerungen erzählen oder einfach nur zuhören.

Dass die Piccolo-Gottesdienste auch überregional Beachtung finden, lässt sich beispielsweise daran ablesen, dass Birgit Klostermeyer, die Landessuperintendentin im Sprengel Osnabrück, erst gestern zu Besuch kam, um daran teilzunehmen und sich umfassend zu informieren.

Der Seelsorgezirkel bietet den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims aber auch die Möglichkeit, die Seelsorger, die regelmäßig vor Ort sind, direkt anzusprechen oder sie über das Pflegepersonal kommen zu lassen. All dies führte dazu, dass sich eine Abschiedskultur entwickeln konnte, in der der Tod nicht tabuisiert wird. Schließlich gehört er zum Leben, auch wenn er dies beendet.

Bereits 2007 band die Einrichtung die palliative Pflege und Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen in ihr Konzept ein. Schon 2010 und seitdem alle zwei Jahre erfolgte die Zertifizierung zum “palliativ-kompetenten Pflegeheim”.

Der Palliativzirkel mit ausgebildeten Fachkräften informiert die Pflegekräfte, die Bewohner und die Angehörigen und arbeitet partnerschaftlich mit Ärzten, Hospizhelfern, Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern zusammen und sorgt damit für ein enges Palliativnetzwerk. Kooperationen bestehen mit dem Palliativstützpunkt des Marien-Hospitals Ankum-Bersenbrück und dem Malteser Hospiz Alfhausen.

Palliative Betreuung und Hospizarbeit sind eng miteinander verknüpft, wobei das eine eine möglichst gute Lebensqualität bis zuletzt ermöglicht und belastende Symptome wie Schmerzen, Atemnot und Angst lindert, während das andere bedeutet, oftmals einfach zur präsent zu sein, auszuhalten und zuzuhören.

Beide Bereiche arbeiten in einem ganzheitlichen Netzwerk. Die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen stehen immer im Mittelpunkt der Begleitung und auch die Angehörigen werden mit einbezogen.

Das Modell “Lebensbegleitung bis zuletzt” beinhaltet einen möglichst frühen Beziehungsaufbau durch ehrenamtliche Hospizhelfer bei den Bewohnern. Eine tiefe Vertrauensbasis ist besonders bei dementiell Erkrankten wichtig.

Ganz aktuell ist ein Ehrenamtsprojekt, das erst seit diesem Jahr besteht und zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität im Alten- und Pflegeheim beiträgt. Annähernd fünfzig Ehrenamtliche “verschenken” Zeit an die Bewohner. Sie wirken unterstützend bei Ausflügen, Gottesdienstbesuchen und Männerrunden, sind aber auch zur Stelle, wenn ein Arztbesuch ansteht oder eine Singrunde begleitet werden muss. Oft kommen die Ehrenamtlichen aber einfach auch nur zu Besuch, um zu klönen.

Weitere Informationen zum DRK Alten- und Pflegeheim “Henry Dunant”, zu seiner Philosophie und seinen Angeboten gibt es auf www.os-nord.drk.de im Internet. Telefonisch stehen die Mitarbeiter der Einrichtung unter 05462/745740 zur Verfügung.

11. September 2017 10:33 Uhr. Alter: 127 Tage