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Ihre Ansprechpartnerin Erste Hilfe

Foto: DRK

Frau Andrea Maiwald

Tel.: 
05422-962 46-16

"Ich trau mich nicht - vor den vielen Leuten..."

Einem "verunglückten" Fremden zu helfen, fällt besonders schwer, wenn viele andere zuschauen.

Es ist ein unangenehmes Gefühl, beobachtet zu werden. Auf einmal kommt Stress auf, und man fühlt sich gar nicht mehr so sicher. Dazu kommt die Angst, etwas falsch zu machen und sich zu blamieren.

Die unangenehme Situation drängt geradezu danach, nach "Auswegen" oder "Ausflüchten" zu suchen:

Die Verantwortlichkeit für Erste-Hilfe wird eher bei den anderen als bei uns selbst gesucht: "Warum soll gerade ich helfen?"

Angesichts der Passivität der vielen anderen beruhigt man sich gern ohne weitere Prüfung damit, dass der Notfall wohl nicht so schlimm sein könne, sonst würde ja jemand helfen. Oder umgekehrt: Wir glauben, die Verletzungen seien so schrecklich, dass da ohnehin "nichts mehr von einem Laien zu machen ist".

Häufig "rettet" man sich in die Gewissheit, "wirklich keine Zeit" zu haben.

Untersuchungen haben ergeben, dass viele potentielle Helfer sich schon bei eher belanglosen anderweitigen Verpflichtungen in "Zeitnot" fühlen.

Die genannten "Auswege" erklären, warum bei einem Notfall mit wachsender Zahl anwesender Helfer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand hilft, eher abnimmt statt zunimmt.

Zugleich wird deutlich, wie stark die Befürchtungen sein müssen, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren, wenn die meisten von uns nach solchen - und anderen - Auswegen suchen müssen. Not macht bekanntlich erfinderisch.

Deshalb ist es erforderlich, Ängste abzubauen. Die nötigen Maßnahmen in einem Erste-Hilfe-Lehrgang einzuüben und dabei gleichzeitig die Kenntnisse und Fähigkeiten in Erster Hilfe zu erwerben, die die Sicherheit geben, dass man sich nicht vor anderen "blamiert".