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Ihre Ansprechpartnerin Erste Hilfe

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Frau Andrea Maiwald

Tel.: 
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Handgriffe für den Sommer

Verbrennungen

Kühlen ist jetzt wichtig - am besten rund zehn Minuten lang mit fließendem, handwarmen Wasser. Fragen Sie den Betroffenen, was er als angenehm empfindet. Verbrannte Stelle nach der Kühlung mit Verbandtuch keimfrei bedecken, dann locker und ohne Druck verbinden. Bei allen Verbrennungen ist die Behandlung durch einen Arzt ratsam.

Bei Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen. Bei schweren Verbrennungen mit Blasenbildung oder bei größeren Verbrennungen muss der Rettungsdienst gerufen werden (Notruf: 112). Wichtig: Kühlung auf die betroffenen Areale begrenzen, es kann sonst zur Unterkühlung kommen. Keine Hausmittel wie Kühlsalben oder Mehl verwenden!

Das DRK rät: Verwenden Sie keine flüssigen Brandbeschleuniger, wie Brennspiritus, um das Grillfeuer zu entfachen. Halten Sie einen Eimer mit Löschwasser in der Nähe der Grillstätte bereit. Und klären Sie Kinder ihrem Alter entsprechend über den Umgang und die Gefahren von offenem Feuer auf.

Sonnenstich

Von einem Sonnenstich spricht man, wenn der unbedeckte Kopf zu lange unter Sonneneinstrahlung stand und dadurch die Hirnhäute gereitz sind. Gefährdet sind hier vor allem Kinder und Menschen mit spärlichem Kopfhaar. Man erkennt einen Sonnenstich an hochrotem Kopf, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Nackensteifigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Sofern die betroffene Person bei Bewusstsein ist, legen Sie sie mit erhöhtem Kopf in den Schatten und bedecken Sie den Kopf mit einem kühlen, feuchten Tuch. Gehen Sie in jedem Fall zum Arzt, wenn sich der Zustand nicht bessert. Kontrollieren Sie die Atmung und rufen Sie unbedingt den Notarzt (Notruf: 112), wenn die Person bewusstlos wird.

Das DRK rät: Halten Sie sich häufig im Schatten auf und achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Vermeiden Sie zu lange Sonnenaufenthalte - vor allem in der Mittagszeit. Schützen Sie sich mit geeigneter Kleidung und bedecken Sie Kopf und Nacken.

Starker Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten Grades. Er ist nicht nur unangenehm bis schmerzhaft, sondern kann durch schwere Zellschäden Jahre später zu bösartigen Hautkrebs führen. Zu erkennen ist ein Sonnenbrand an der stark geröteten Haut - wie bei einer Verbrennung.

Bringen Sie die Person in den Schatten und kühlen Sie die gerötete Stelle mit einem feuchten Tuch. Ist ein größeres Hautareal verbrannt, bringen Sie die Person zum Arzt - vor allem, wenn Fieber und Schüttelfrost hinzukommen.

Das DRK rät: Schützen Sie sich und vor allem empfindliche Kinderhaut mit geeigneter Kleidung, und tragen Sie ein dem Typ entsprechendes Sonnenschutzmittel regelmäßig auf. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt oder Apotheker  beraten. Setzen Sie Ihrer Haut  nicht der prallen Sonne aus. Eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt sind beim Sonnenbaden ein Muss. Babys unter einem Jahr müssen im Schatten bleiben.

Nasenbluten

Nasenbluten ensteht durch direkte Gewalteinwirkung auf die Nase, z.B. beim Fußball, kann aber auch durch Krankheiten wie Bluthochdruck verursacht werden. Bei Kindern kommt es sehr häufig zu Nasenbluten, ohne dass eine genaue Ursache gefunden werden kann. Wenn ein Kind aus der Nase blutet, fragen Sie genau, was passiert ist. Denn vielleicht ist es gestürzt und hat weitere Verletzungen, beispielsweise eine Gehirnerschütterung.

In jedem Fall gilt: Person aufrecht hinsetzen, den Kopf nach vorne beugen, die weichen Nasenflügel zudrücken - und ein kaltes Tuch oder Kühlelemente in den Nacken legen. Blutet es länger als 20 Minuten, sollte man zum Arzt fahren.