Sie sind hier: Angebote / Senioren / Alten und Pflegeheim Ankum / Aktuelles

Leitung:
Judith Siering

Tel:  05462-745-74-0
Fax: 05462-745-74-25

E-Mail:  
ah-ankum[at]os-nord.drk[dot]de

Anschrift:
Rosenweg 10
49577 Ankum

 

 

Aktuelles

Hier haben wir für Sie neue Flyer zum Herunterladen bereitgestellt:

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich näher über unser
ehrenamtliches Engagement informieren.


Funktionierende Netzwerke zum Wohl der Bewohner

Ankum (wa/s.) – Das DRK Alten- und Pflegeheim “Henry Dunant” in Ankum hat viel zu bieten, was dafür spricht, sich dort  niederzulassen. Da ist das qualifizierte und freundliche Personal, das sich rührend um die Bewohner kümmert und ihnen Geborgenheit gibt. Und selbstverständlich spricht auch die gute Lage für die Einrichtung, die angenehm ruhig und doch zentral am Rosenweg 10 in Ankum liegt, unweit des Ortskerns. Das Wichtigste neben allen pflegerischen Angeboten ist jedoch die gute Vernetzung mit anderen Institutionen und Organisationen, die das Alten- und Pflegeheim im Laufe der Zeit geschaffen hat und die zum Vorteil der Bewohner gereicht.

An erster Stelle zu nennen ist hier der Seelsorgezirkel, der seit 2010 besteht. Sein Konzept basiert auf einer engen Verzahnung mit den Seelsorgern vor Ort und mit den umliegenden Kirchengemeinden in Ankum, Eggermühlen, Kettenkamp und Nortrup. Zu den Angeboten gehören katholische und evangelische Gottesdienste mit Kommunionfeier und Abendmahl sowie der Krankensalbung, die zweimal im Jahr empfangen werden kann. Aber auch regelmäßige Rosenkranzgebete und Maiandachten werden veranstaltet.

Immer wieder kommen Abordnungen der Kirchengemeinden in das Heim, wodurch ein reger Austausch entsteht. Besuche von Firmgruppen oder Konfirmanden, der KFD oder von Gesangvereinen sorgen für Abwechslung vom Alltag.

Ökumenische Piccolo-Gottes-dienste wurden eigens für Menschen mit Demenz entwickelt. Daran beteiligt waren das Seelsorgeteam des Alten- und Pflegeheims sowie evangelische und katholische Seelsorger. Seit 2011 wird diese besondere Feier den Bewohnern und ihren Angehörigen sowie allen Interessierten aus der Gemeinde angeboten.

Im November 2013 wurde das Gottesdienstmodell mit dem Bonifatiuspreis des Bonifatiuswerkes ausgezeichnet. Es erlaubt ein aktives Mitfeiern durch Singen, Fühlen, Riechen und Schmecken und orientiert sich an den Bedürfnissen der Betroffenen. Sechs Ehrenamtliche wirken daran mit und fungieren als “Türöffner” zur Teilhabe am Leben. Die anschließende Kaffeetafel bietet Geselligkeit und hat familiären Charakter. Man darf dabei von alten Erinnerungen erzählen oder einfach nur zuhören.

Dass die Piccolo-Gottesdienste auch überregional Beachtung finden, lässt sich beispielsweise daran ablesen, dass Birgit Klostermeyer, die Landessuperintendentin im Sprengel Osnabrück, erst gestern zu Besuch kam, um daran teilzunehmen und sich umfassend zu informieren.

Der Seelsorgezirkel bietet den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims aber auch die Möglichkeit, die Seelsorger, die regelmäßig vor Ort sind, direkt anzusprechen oder sie über das Pflegepersonal kommen zu lassen. All dies führte dazu, dass sich eine Abschiedskultur entwickeln konnte, in der der Tod nicht tabuisiert wird. Schließlich gehört er zum Leben, auch wenn er dies beendet.

Bereits 2007 band die Einrichtung die palliative Pflege und Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen in ihr Konzept ein. Schon 2010 und seitdem alle zwei Jahre erfolgte die Zertifizierung zum “palliativ-kompetenten Pflegeheim”.

Der Palliativzirkel mit ausgebildeten Fachkräften informiert die Pflegekräfte, die Bewohner und die Angehörigen und arbeitet partnerschaftlich mit Ärzten, Hospizhelfern, Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern zusammen und sorgt damit für ein enges Palliativnetzwerk. Kooperationen bestehen mit dem Palliativstützpunkt des Marien-Hospitals Ankum-Bersenbrück und dem Malteser Hospiz Alfhausen.

Palliative Betreuung und Hospizarbeit sind eng miteinander verknüpft, wobei das eine eine möglichst gute Lebensqualität bis zuletzt ermöglicht und belastende Symptome wie Schmerzen, Atemnot und Angst lindert, während das andere bedeutet, oftmals einfach zur präsent zu sein, auszuhalten und zuzuhören.

Beide Bereiche arbeiten in einem ganzheitlichen Netzwerk. Die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen stehen immer im Mittelpunkt der Begleitung und auch die Angehörigen werden mit einbezogen.

Das Modell “Lebensbegleitung bis zuletzt” beinhaltet einen möglichst frühen Beziehungsaufbau durch ehrenamtliche Hospizhelfer bei den Bewohnern. Eine tiefe Vertrauensbasis ist besonders bei dementiell Erkrankten wichtig.

Ganz aktuell ist ein Ehrenamtsprojekt, das erst seit diesem Jahr besteht und zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität im Alten- und Pflegeheim beiträgt. Annähernd fünfzig Ehrenamtliche “verschenken” Zeit an die Bewohner. Sie wirken unterstützend bei Ausflügen, Gottesdienstbesuchen und Männerrunden, sind aber auch zur Stelle, wenn ein Arztbesuch ansteht oder eine Singrunde begleitet werden muss. Oft kommen die Ehrenamtlichen aber einfach auch nur zu Besuch, um zu klönen.

Weitere Informationen zum DRK Alten- und Pflegeheim “Henry Dunant”, zu seiner Philosophie und seinen Angeboten gibt es auf www.os-nord.drk.de im Internet. Telefonisch stehen die Mitarbeiter der Einrichtung unter 05462/745740 zur Verfügung.

Erneut zertifiziert - DRK-Altenheim Ankum kompetent in Palliativpflege

Der Palliativzirkel des Hauses Henry Dunant: Vorne von links: Rosi Windhorn, Elfriede Haarannen. Hinten von links: Hannelore Determann, Gaby Neumann, Sandra Specker; es fehlt Birgit Krull. Foto: privat

Im November 2007 stellte sich die Einrichtung erstmals mit einem Projekt der Aufgabe die palliative Pflege und Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen in ihr Konzept einzubinden und wurde damit zum palliativkompetenten Pflegeheim zertifiziert, so eine Pressemitteilung. Dieses war und ist ein großer Meilenstein, so die Heimleitung Nicole Köhne. Es setzt bei den Pflegekräften eine Haltung voraus, die geprägt ist von Respekt vor dem Leben und der Selbstbestimmung des Menschen, so führt sie aus.

Die palliative Pflege versteht sich als bedürfnisorientierte Begleitung, die belastende Symptome lindert und das individuelle Wohlbefinden steigert.

Die Einbindung der qualifizierten Palliativkultur erforderte ein radikales Umdenken, die Strukturen im Haus haben sich verändert. Es wurden Projektgruppen gebildet – der Palliativzirkel, der Seelsorgezirkel und der Aromapflegezirkel, die vernetzt arbeiten. Die ausgebildeten Palliativfachkräfte Elfriede Haarannen, Karin Huster und Sandra Specker betreuen diese Zirkel inhaltlich, informieren die Pflegekräfte, die Bewohner/ Angehörigen und arbeiten partnerschaftlich mit Ärzten, Hospizhelfern, Seelsorgern und Ehrenamtlichen zusammen.

So werden im Palliativzirkel Konzepte und Standards erarbeitet, die dem Pflegeteam Sicherheit bietet und den Bewohnern und ihren Angehörigen dadurch Möglichkeiten der Entlastung vermittelt. Die Aromapflege unterstützt das Wohlbefinden der Schwerkranken und hilft als Zusatzangebot bei Schmerzen, Atemnot und Ängste.

Der Seelsorgezirkel befasst sich mit ganzheitlichen Lebens- und Glaubensfragen, ist Ansprechpartner für Seelsorger, Bewohner und Angehörige. Er erarbeitet. inhaltlich den Gedenkabend für verstorbene Bewohner aus, begleitet Gottesdienste, entwickelt ein Seelsorgekonzept und Fragebögen zu Wünschen in der letzten Lebenszeit.

Auch das letzte Projekt zur Rezertifizierung fiel in den Arbeitsbereich des Seelsorgeteams:

Die Netzwerkbildung zwischen dem DRK Haus Henry Dunant und den ambulanten örtlichen Hospizvereinen. Dieses Projekt wurde in den letzten zwei Jahren von Gaby Neumann geleitet, die auch weiterhin Ansprechpartnerin für die Hospizvereine ist.

Dazu hat das Team das Modell „Lebensbegleitung bis zuletzt“ ins Leben gerufen. Hier gibt es eine dauerhafte, feste Zuordnung von Hospizhelfern zu den einzelnen Bewohnern/innen. Es ermöglicht eine frühzeitige Begleitung, gibt ausreichend Zeit für den Beziehungsaufbau und schafft Vertrauen – besonders wichtig beim Umgang mit Menschen mit Demenz.

Ein dazugehöriges Konzept, von der PDL Gaby Plog entwickelt, unterstreicht die Wichtigkeit.

Die Einrichtung arbeitet nun in Kooperation mit dem Malteser Hospizdienst St. Johannes in Alfhausen seit 2013 vertrauensvoll zusammen. Eine Begleitungsquote von 50 Protzent der gewünschten Betreuung bestätigt das. Der Hospizverein Bersenbrück kann ebenfalls in akute Begleitungen eingebunden werden.

So erfahren alle Beteiligten Bewohner/Angehörige und die Mitarbeiter der DRK Einrichtung ein zusätzliches Angebot der speziell ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizhelfer. Ihr aufmerksames Dasein und empathisches Zuhören ist ein unverzichtbarer Gewinn für alle, so die Heimleitung.

Und da palliative Betreuung nie abgeschlossen ist, ist das neue Projekt für die nächste Zertifizierung auf den Weg gebracht: „Die Einbindung von alternativen Möglichkeiten zur

Schmerzlinderung.“

Ein Artikel aus der NOZ vom 18.12.2014


"Piccologottesdienst": Bonifatiuspreis für Ankumer Initiative

Elfriede Haarannen und Ruth Gerdes (Zweite undDritte von links) haben in Stuttgart den Sonderpreis des Bonifatiuswerkes von Msgr. Georg Austen (links) und Prälat Erich Läufer entgegengenommen. Foto: Patrick Kleibold

NOZ 13.11.13: Ankum/Stuttgart. Das Projekt „Piccologottesdienst – Ökumenischer Gottesdienst für Menschen mit Demenz“ im DRK-Alten- und Pflegeheim Henry Dunant in Ankum ist mit einem Sonderpreis im Wettbewerb um den „Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland“ geehrt worden.

Als Stifter überreichte Prälat Erich Läufer mit dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, die Auszeichnung, die mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro verbunden ist. Die Preisvergabe fand während der Festveranstaltung zur Eröffnung der bundesweiten Diaspora-Aktion 2013 in Stuttgart statt, an der auch der Ministerpräsident Baden-Württembergs Winfried Kretschmann teilnahm.

Der Gottesdienst für Menschen mit Demenz hat sich im DRK-Alten- und Pflegeheim seit Mai 2011 etabliert. Einmal im Monat wird er angeboten von Seelsorgern der beiden christlichen Kirchen. Der Name „Piccologottesdienst“ beschreibt eine kleine, die Sinne anregende ökumenische Feier, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert. Sie erlaubt aktives Mitfeiern durch Singen, Klatschen, Fühlen und Riechen. So erfahren die Menschen, die sich oft auf „ihren Erinnerungsinseln“ befinden, Geborgenheit und Gemeinschaft, in der altbekannte Rituale Erinnerungen aufkommen lassen.

„Das Projekt zeigt, dass auch Menschen mit Demenz trotz krankheitsbedingter Einschränkungen und Veränderungen am Glaubensleben teilnehmen können. Der Glaube vermittelt hier Vertrauen. Vertrauen in Gott und seine Liebe, in Rituale und Symbole. Es entsteht eine Atmosphäre der Geborgenheit und des Angenommenseins, trotz vermeintlicher Schwäche. Hier darf der Mensch sein, wie er ist“, sagt Elfriede Haarannen, Verantwortliche im DRK-Seelsorgeteam.

„Es ist ein ermutigendes Zeichen, mit welcher Kreativität und mit welchem ehrenamtlichen Engagement die Katholiken in den Gemeinden und Institutionen neue missionarische Initiativen angehen. Es ist deutlich zu spüren, die Menschen vor Ort wollen ihren Glauben lebendig und lebensnah weitergeben auch in einer derzeit schwierigen Situation für unsere Kirche“, so Generalsekretär Austen.

Das Bonifatiuswerk vergibt alle drei Jahre zur Eröffnung der Diaspora-Aktion den von Prälat Erich Läufer gestifteten und mit insgesamt 4500 Euro dotierten Bonifatiuspreis. Mit dieser Auszeichnung wird das besondere, kreative Engagement von Kirchengemeinden, katholischen Verbänden und Institutionen, Firm- und Erstkommuniongruppen, Einzelpersonen und Initiativen gewürdigt. In diesem Jahr reichten insgesamt 132 Pfarrgemeinden, Initiativen, katholische Verbände und Einzelpersonen eine Bewerbung ein.

Die Diaspora-Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Keiner soll alleine glauben. Ihre Spende: damit der Glaube wachsen kann.“ Höhepunkt der Diaspora-Aktion 2013 ist der Diaspora-Sonntag am 17. November. An diesem Tag wird in ganz Deutschland für die Belange der Katholiken gesammelt, die in Nord- und Ostdeutschland, in Nordeuropa und im Baltikum in einer Minderheitensituation ihren Glauben leben.


Bersenbrücker Kreisblatt vom 2.02.13:  

Zu einem Gedenkabend für die verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner, Gäste und ehemaligen  Mitarbeiter hatte das Seelsorge- und Palliative Care Team des Hauses eingeladen.

Der Veranstaltungsraum an diesem Januarabend war würdevoll gestaltet, gerahmte Bilder der Verstorbenen bildeten den Mittelpunkt, verstreute Rosenblätter kündeten von Vergänglichkeit und das Erinnerungsbuch zeigte gelebte Abschiedskultur in der Einrichtung, die nach Henry Dunant benannt ist, dem Gründer des Roten Kreuzes.

„Trauer ist Hoffnung“, mit diesen Worten begann die ökumenische Feier, zu der 50 An -und Zugehörige den Weg gefunden hatten. In der Ansprache hob Elfriede Haarannen, die Verantwortliche im Team, hervor, dass es gut ist, einen Ort der Trauer und Erinnerung zu haben und vielen es bestimmt nicht leicht gefallen sei, diesen Ort des Abschieds wieder zu betreten. Aber im Erinnern sei auch Platz für Dank und Freude,  sowie Hoffnung in Zeiten der Trauer. Sorgfältig ausgewählte Texte und Gebete wurden von den Teammitgliedern vorgetragen und als die Namen der Verstorbenen verlesen wurden, spürte man die vielen Gedanken der Hinterbliebenen. Musikalisch wurde die Feier gefühlvoll von Daniel Kortland an der Orgel begleitet.

„Es war eine sehr ergreifende und tröstende Gedenkfeier“, so äußerte sich eine Angehörige anschließend. „ Es hat gut getan, zu fühlen, dass man in der eigenen Trauer nicht alleine ist“. So sieht es auch Nicole Köhne, die Leiterin des Hauses Henry Dunant, die die nachsorgende Trauerarbeit als einen wichtigen Bestandteil der erlebbaren Abschiedskultur hervorhebt. Und dazu zählte auch das anschließende Beisammensein nach der Gedenkfeier. Bei Kaffee, Tee und einem Imbiss konnten gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht werden.

Viele Angehörige, die Heimleitung und der 1. Vorsitzende des Fördervereines, Herr B. Dräger bedankten sich  beim Vorbereitungsteam für die würdige Gestaltung der Gedenkfeier, die den Anwesenden neue Lichtblicke für ihren Weg  in der Trauerzeit vermittelt hatte.


- "Die Seele berühren" -DRK Altenpflegeheim Ankum bietet Gottesdienst für Menschen mit Demenz

Gottesdienste können Schlüssel zur Erinnerung sein. Deshalb sind sie für Menschen, die an Demenz erkrankt sind wichtig. Alle 4 Wochen bietet das Seelsorgeteam der Einrichtung Henry Dunant mit den Seelsorgern der beiden christlichen Kirchen im Wechsel eine besondere Wortgottesfeier an – mit berührenden Momenten.Es ist ein Pilotprojekt, das das Seelsorgeteam der Einrichtung zusammen mit der ev. Pastorin A. v. Clausewitz, Nortrup und Kaplan St. Tietje, Ankum  gestartet hat. Das Team möchte die Menschen mit Demenz in ihrer Einzigartigkeit achten, sie in die Mitte nehmen und  zum Türöffner in deren  Lebenslabyrinth werden.
In den normalen Gottesdiensten gibt es wenig Zugänge für diesen Personenkreis, so Elfriede Haarannen , Verantwortliche in der Seelsorge. Deshalb wurde vor einiger Zeit ein Konzept für eine ökumenische Gottesdienstfeier entwickelt, das sich an den Bedürfnissen der Demenzkranken orientiert. Es erlaubt ein aktives Mitfeiern durch singen, klatschen, riechen und fühlen. Das Modell greift ein bestimmtes Thema auf und stützt sich auf einfache Texte und bekannte Lieder.
Einmal im Monat findet  nun ein Piccolo Gottesdienst (kleine Feier) für die Bewohner mit Demenz statt. Glockengeläut lädt zum Besuch ein, es hat etwas Beruhigendes. Pastorin v. Clausewitz steht an diesem Mittwoch im Talar im geschmückten Veranstaltungsraum und begrüßt die Bewohner, einige Angehörige und Ehrenamtliche mit einem Händedruck. Heute ist die Mitte  vom Seelsorgeteam zum Thema Tauferinnerung gestaltet.  Die mit einem Labyrinth verzierte Kerze, die jede Feier begleitet, zieht alle Blicke auf sich. Daneben warten das Taufkleid, ein Krug mit Wasser und eine Schale mit Blüten auf ihren Einsatz.
Fr. Worpenberg, die Organistin spielt altbekannte Lieder auf der Orgel, einige singen auswendig mit. Die Seelsorgerin reicht eine Schale mit Wasser in die Runde, jeder kann Blüten hineinlegen, Hände werden eingetaucht. Einige Bewohner trauen sich nicht, fragen nach oder halten die Pastorin am Talar fest mit den Worten:“Bleib bei mir!“ Diese Kommentare greift sie in ihren Ausführungen auf und zum Abschluss erhält jeder den persönlichen Segen und  ein kleines Erinnerungsgeschenk, in diesem Fall eine kleine Kerze mit Taufsymbol.
An der anschließenden Kaffeetafel kann sich jeder beteiligen auf seine Weise. Einige erzählen von früher, andere schauen sich um oder hören zu. Die Seelsorger schenken Kaffee ein und Hannelore Determann, Gaby Neumann und Henrike Hermes vom Seelsorgeteam sorgen für eine weitere Stunde des Geborgenseins. Es wird viel gelächelt, viel berührt und sich erinnert an diesem Nachmittag. Einige Bewohner haben seit langer Zeit wieder reagiert. Die Sinne ansprechende Rituale lassen Erinnerungen aufleben und bringen die Demenzkranken in die Gemeinschaft des Erlebens zurück, so die Heimleitung Nicole Köhne. Der hierbei erfahrene Zuspruch erfüllt nicht nur  diesen Personenkreis, sondern auch die Mitarbeiter des Hauses Henry Dunant, die Angehörigen und die ehrenamtlichen Begleiter des Gottesdienstes. Sie alle fungieren an diesem Tag als Türöffner im Labyrinth der ziellosen Wege der Menschen mit Demenz.

Weitere Informationen, auch zum Konzept können beim Seelsorgeteam erfragt werden, unter 05462/745740 oder 05466/1351.